Extraschicht 2015

Hier ein paar willkürliche Impressionen — nix Besonderes, muss noch ein bisschen üben, um aus meiner neuen Kamera das Beste herauszuholen — von der Extraschicht 2015, die vor gut einer Woche stattgefunden hat. Was es mit der Veranstaltung Extraschicht auf sich hat, erfahrt ihr hier.

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Unbedingt hin: Die Landmarke „Tiger & Turtle“ in Duisburg

Im Moment folgt ja ein Feiertag dem anderen. Also genug Zeit, um mit euren Liebsten die Umgebung zu erkunden. Meinen heutigen Ausflugtipp (vielleicht ja was für Pfingsten?!?) hatte ich vor einiger Zeit bei der herrlich erfrischenden Juli vom Blog Heimatpottential entdeckt. Die Landmarke „Tiger & Turtle“ in Duisburg gibt es in der Art glaub ich kein zweites Mal. Klar, dass ich dem an eine Achterbahn erinnernden Kunstwerk einen Besuch abstatten musste.

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Im April war es endlich soweit. Die Parkplatzsuche war kein Problem, der Weg den Berg hinauf war ebenfalls schnell erledigt. Das Wetter spielte glücklicherweise auch mit, sodass wir den „Tiger & Turtle“ auch begehen konnte (wobei ich zugeben muss, dass ich nur wenige Meter weit gekommen bin). Mein Bruder hat es trotz Höhenangst bis zu den Absperrungspunkten geschafft. Ich denke, dass er von dem Kunstwerk und der Aussicht derart fasziniert war, dass er die Höhenangst für einen Moment beiseite geschoben hat. Das sagt doch alles, oder? Also, nix wie hin!

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Einmal Amerika und zurück (Teil 3)

Endlich komme ich dazu, den Reisebericht über unseren USA/Kanada-Trip fortzuführen (Teil 1 und 2 waren bereits vor einiger Zeit entstanden).

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Tag 7: Das Wetter hatte sich seit dem regnerischen Vortag nicht großartig gebessert. Statt Regen begrüßte uns nun starker Nebel. So gab es die Sehenswürdigkeiten von Toronto (u. a. den CN Tower) nur leicht verschwommen zu bestaunen. Entweder haben wir eine abgespeckte Stadtführung erhalten oder Toronto hat nicht so viel Interessantes zu bieten (ich lasse mich gerne eines Besseren belehren), zumindest ist mir die Stadt nicht allzu sehr im Gedächtnis haften geblieben. Aber auch hier kann das Thema Wetter eine große Rolle gespielt haben. Irgendwie erhalten Städte durch Sonnenschein gleich eine ganz andere Atmosphäre. Allzu lange haben wir uns nicht in Toronto aufgehalten, eigentlich schade. Es hätte bestimmt noch einiges zu entdecken gegeben. So machten wir uns relativ früh auf den Weg zu den Niagarafällen (kanadische Seite).

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Kaum an den imposanten Wasserfällen angekommen, änderte sich auch schlagartig das Wetter. Seit Langem schien endlich mal wieder die Sonne. Herrlich. Doch auf uns wartete eine kleine Enttäuschung. Da noch wenige Tage zuvor Minustemperaturen geherrscht hatten, waren die Niagarafälle voller Eis. Aus diesem Grund wurden sämtliche Fahrten mit der Maid of the Mist abgesagt. Dabei hatte ich mich so sehr darauf gefreut, die Niagarafälle von der Nähe aus bestaunen zu können. Zumal wir eine der Ersten gewesen wären, die mit den neuen Katamaranen gefahren wären. Sei es drum. Nun kennen wir stattdessen die Niagarafälle aus so ziemlich jedem Winkel.

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Auch der Stadt haben wir aus Neugierde einen Besuch abgestattet. Klischeehafter könnte es nicht sein. Bunt wie ein Bonbon kommt sie daher, überladen mit riesigen Figuren, Fressbuden und Spielzentren. Passend zu dem beeindruckenden Naturschauspiel hätten man die Stadt viel schöner anlegen können. Vielleicht hat hier aber das Motiv Geldeinnahmen überwogen. Abends haben wir uns die Niagarafälle dann noch einmal in beleuchtetem Zustand angeschaut. Leider haben die Farben nicht so oft gewechselt, sodass es kaum Abwechslung gab. Aber das Ausharren in der Kälte hat sich trotzdem gelohnt. Nur das Hotel (Days Inn Clifton Hill) war nicht so schön. Anstelle einer Decke gab es nur ein dünnes Laken. Notgedrungen musste ich mich zusätzlich mit dem Überwurf zudecken, da es zu der Jahreszeit in der Nacht doch relativ kalt sein kann.

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Tag 8+9: Der achte Tag bestand hauptsächlich aus stundenlangem Bus fahren (und einem abendlichen Mallbesuch). In Washington wurden wir für die „Strapazen“ mit dem Crowne Plaza Tysons Corner mit dem schönsten und komfortabelsten Hotel der ganzen Reise entschädigt. Ich glaube, wenn wir alleine und nicht in der Gruppe gereist wären, hätten wir uns das Zimmer nicht leisten können. Auch das Frühstück (endlich mal wieder Brot und nicht immer süßen Toast u.ä.) war perfekt. Wenn ich noch einmal in die USA fliegen würde, würde ich mir auf alle Fälle Washington erneut anschauen. Die Gebäude wie das Capitol, das Washington Monument oder das Lincoln Memorial wie auch die Stadt an sich haben mich nachhaltig beeindruckt. Auf unserer Führung haben wir natürlich auch die Gräber der Kennedybrüder auf dem Arlington Friedhof, das Weiße Haus (inklusive großem Polizeiaufgebot) und das J. Edgar Hoover Building zu Gesicht bekommen.

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Ganz zu schweigen von dem Angebot an unterschiedlichen Museen, die allesamt kostenlos zu besichtigen sind. Uns hat es ins National Air and Space Museum (solch eine Anzahl an Flugzeugen und ähnlichen Objekten habe ich noch nicht gesehen) sowie ins National Museum of Natural History verschlagen, bevor wir an der Abendfahrt teilgenommen haben. In der Abenddämmerung sowie später in künstliches Licht getaucht erschien die Stadt gleich noch ein wenig schöner. Ich glaube, hier könnte ich mich auch über einem längerem Zeitraum wohlfühlen (im Gegensatz zum hektischen New York).

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Einmal Amerika und zurück (Teil 2)

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Tag 4+5: Nach drei Tagen hatten wir uns langsam an das relativ frühe Aufstehen, das kalorien- und fettreiche Frühstück sowie die langen Busfahrten gewöhnt. Ein tägliches Ritual hatten wir auch schon entwickelt: Bevor es losgeht, noch schnell auf den Programmplaner geschaut, damit man auch genau weiß, wohin es geht! Ah ja, heute also Montréal. Da wir noch reichlich Zeit hatten, bis die Stadtführerin zu uns stoßen sollte, haben wir noch einen kleinen Extraausflug zum Olympiastadion, wo 1976 die Olympischen Spiele ausgetragen wurden, eingeschoben. Sofort fällt der 175 m hohe Turm ins Auge, der stark zur Seite geneigt ist und von Drahtseilen in seiner Position gehalten wird. Vielmehr ist jedoch nicht zu bestaunen, denn zahlreiche Sportstätten wurden umfunktioniert. Das ehemalige Velodrom ist heute ein Biodôme, wo die vier unterschiedlichen Ökosysteme bestaunt werden können. Hierfür war die Zeit aber wiederum zu knapp.

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Angeleitet von der Reiseführerin ging es anschließend hinaus zum Mont Royal, der der Stadt seinen Namen verliehen hat. Die Aussicht war ganz gut, aber auch nicht überragend. Mit dem Bus ging es weiter zur berühmten Formel-1-Strecke Circuit Gilles-Villeneuve. Mit einer Geschwindigkeit von rund 30 km/h meisterten wir den Pacours ohne größere Probleme 😉 (kurzer Stopp an der Start- und Ziellinie inklusive). Auch wenn ich seit Jahren kein Formel-1-Rennen mehr gesehen habe, hat es mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Wann kommt man sonst schon einmal dazu, mit einem Bus auf solch einer Strecke zu fahren? Zum Abschluss der Besichtigungstour haben wir noch kurz Halt an der Basilque Notre-Dame gemacht, die mich jedoch nicht sonderlich beeindruckt hat. Der zweite Tag in Montréal stand zur freien Verfügung. Wir sind hauptsächlich die Straßen und Gassen zu Fuß abgelaufen und waren in den riesigen Malls shoppen…

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Tag 6: Als nächstes warteten auf uns die Thousand Islands, die am Abfluss des St-Lawrence-Stroms in den Ontario-See liegen. Klingt eigentlich sehr interessant. Aus diesem Grund haben wir dann auch das Zusatzangebot wahrgenommen und haben an der Bootsfahrt entlang der großen und kleinen Inseln teilgenommen. Doch viel zu sehen und zu hören gibt es auf der Fahrt eigentlich nicht. Die Inseln, teilweise nur mit einem einzigen Häuschen bebaut, sind teilweise zu weit entfernt, um Einzelheiten gut erkennen zu können. Einzig das verspielte Boldt Castle wusste unsere Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. George C. Boldt, Betreiber des Waldorf-Astoria-Hotels, begann 1894 aus Liebe zu seiner Frau mit dem Bau des Wohnhauses. Als diese jedoch 1904 unerwartet verstarb, wurden unvermittelt die Bauarbeiten eingestellt. So wurde das Werk nie vollendet. Außen ist eine wunderschöne Fassade zu betrachten, im Innern sollen Treppen ins Nichts führen. Nach dem Ende der Bootstour machte sich unser Grüppchen auf in Richtung Toronto. Dort angekommen, regnete es in Strömen. Da wir am nächsten Tag laut Programmplaner eh mehr von der Stadt sehen sollten, entschlossen wir uns (mal wieder) die nahgelegene Mall aufzusuchen.

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Einmal Amerika und zurück (Teil 1)

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Jetzt ist es fast schon wieder ein halbes Jahr her, dass Monsieur Watson und ich den Sprung über den großen Teich gewagt haben. Die Erinnerungen sind aber noch derart präsent, als wäre wir erst gestern entlang der Niagarafälle spaziert. Bevor wir jedoch Ende April aufgebrochen sind, stand die große Frage im Raum „Wo genau soll es denn eigentlich hingehen“? Da wir uns nicht so recht einigen konnten oder wollten, hatten wir uns dazu entschlossen, eine geführte Busreise mit dem schönen Titel „USA & Kanada − Der Osten“ zu buchen. (Na gut, mit diesem Bus sind wir nicht gefahren, aber ich kam nicht umhin, die berühmten gelben Schulbusse zu fotografieren…).

Tag 1: Den Langstreckenflug, unser erster überhaupt, haben wir glücklicherweise ohne Wehwehchen oder ähnliches überstanden. Doch nach der Landung stand bereits die erste Prüfung in der Ferne an: Entgegen der Information der Reiseleitung wartete auf uns am Flughafen Newark kein Abholservice. Was tun? Sonst fällt es einem in der Regel nicht allzu schwer, Englisch zu verstehen und zu sprechen, wenn es jedoch darauf ankommt, gerät man doch schnell ins Stottern. Trotzdem gelang es uns per Sky Train zu einem speziellen Terminal zu gelangen und von dort den hoteleigenen, kostenlosen Busservice per Telefon zu bestellen. Schon wartete die nächste Frage auf uns: Bekommt der Fahrer nun ein Trinkgeld von uns oder nicht? Wir haben uns für ja entschieden, denn viele Angestellten sind in den USA auf ein Trinkgeld angewiesen (so steht es zumindest in der einschlägigen Reiseliteratur). Da das Flughafenhotel sowie die Umgebung nicht viel zu bieten hatten, haben wir uns an dem Tag hauptsächlich nur noch vom Jetlag erholt.

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Tag 2: Am Morgen haben wir unsere Mitstreiter kennengelernt: Eine bunt gemischte Truppe zwischen 20 und 70 Jahren. Glücklicherweise waren wir inklusive Reiseleitung und Fahrer nur 19 Leute, so gestalteten sich die einzelnen Ausflüge relativ problemlos. Nach dem Frühstück, das auch in den nächsten Tagen typischerweise aus Rührei, Würstchen, Bacon, French Toast & Co. bestehen sollte, ging es los nach Boston. Während der Fahrt konnten wir einen Blick auf die verschiedenen Regionen Neuenglands werfen. Das Wetter wollte jedoch  nicht so recht mitspielen, daher wurden die Sehenswürdigkeiten, für die einfach der Freedom Trail abgelaufen werden muss, fast schon ein bisschen im Schnellverfahren abgeklappert.

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Ein kurzer Blick in die King’s Chapel, hinein in den Stadtpark Boston Common und am State House Halt gemacht, nicht die Prachtstraße Bacon Hill vergessen. Zum Mittagessen ging es hinein in den Quincy Market, wo man von der Masse an verschiedenen Speisen fast schon erschlagen wird. Welch ein Gewusel! Vielleicht mag es am Wetter gelegen haben, vielleicht an dem Eilmarsch, Boston wollte sich uns nicht erschließen. Ich glaube, die Stadt hat viel mehr zu zeigen, als wir zu sehen bekommen haben. Schließlich hat sie einige geschichtsträchtige Gebäude und Plätze zu bieten. Für Boston solltet ihr ruhig ein wenig Zeit einplanen, zumal die Stadt nicht allzu überlaufen schien. Schade, dass wir diese nicht hatten.

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Tag 3: Nach Boston stand Québec auf dem Programm. Je näher wir an die kanadische Grenze gerieten, desto weniger wurde Englisch gesprochen (unsere Französischkenntnisse sind doch stark eingerostet, wie wir leider feststellen mussten) und umso kälter wurde es. Schnell haben wir gemerkt, dass es in Kanada auch Ende April noch relativ kühl sein kann, die Ausläufe des Winters, der zumal als einer der kältesten seit Jahren galt, waren noch deutlich zu spüren. Dafür wurden wir in Québec mit einer urigen und einladenden Innenstadt entlohnt. Die europäischen Einflüsse sind an allen Ecken und Enden deutlich zu spüren. Von Kitsch und Leuchtreklamen, wie wir sie später noch in New York kennenlernen sollten, war hier keine Spur. Mich wundert es nicht, dass die Stadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Schon gerieten wir ins Träumen: Wie schön mag es wohl sein, bei Sonnenschein auf der Promande zu flanieren und einen Blick über den St. Lorenz-Strom zu werfen? Über allem trohnt das Château Frontenac, das inzwischen zu einem Hotel umfunktioniert wurde.

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Nachdem wir ausgiebig die Ober- und Unterstadt besichtigt und das ein oder andere Mitbringsel erstanden haben (wer gut zu Fuß ist, kann sich die Fahrt mit dem kostenpflichtigen Lift sparen, denn die Treppen sind schnell geschafft), haben wir noch ein wenig die Stadtmauer genauer unter die Lupe genommen. Schließlich verfügt Québec als einizige nordamerikanische Stadt noch über eine Stadtmauer. Wir bekam auch noch die Gelegenheit uns die Stadt bei Nacht anzuschauen. Ok, Nacht stimmt nicht so ganz, denn die Sonne ist relativ schnell untergangen. Einfach ein toller Anblick, viele Schaufenster sind wundervoll illuminiert.

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So schön kann Luxemburg sein

Ich habe das Gefühl, dass Luxemburg bei den meisten nicht sehr weit oben auf der Ausflugsliste steht bzw. bei vielen kaum Beachtung findet. Zumindest höre ich nur selten, dass jemand aus meinem Bekanntenkreis bereits dort gewesen ist. Dabei hat die Hauptstadt des Landes einiges zu bieten, wie ich letztens bei einem Tagestrip festgestellt habe.

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Um ein wenig mehr über Geschichte, Land  und Leute zu erfahren, haben wir an einer Stadtführung teilgenommen. In den zwei Stunden bekamen wir einiges in der Oberstadt zu sehen (die Unterstadt haben wir nur von oben betrachtet), zum Beispiel den Palast des Großherzogs und die Cathédrale Notre-Dame de Luxembourg. Beides zum Glück nicht allzu überlaufen.

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Luxemburg hat wunderschöne Parkanlagen, kleine Gässchen, Häuser sowie den herrlichen Place d’Armes zu bieten. Besonders der Blick auf den Bockfelsen ist die Reise wert. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und haben auch die Kasematten (unterirdisches Festungsgewölbe) erkundet. Wann bekommt man schon einmal die Gelegenheit, durch solch eine Anlage zu spazieren? Mitunter war es gar nicht so einfach, die engen Gänge und Treppen zu erklimmen. Wie wir nachher festgestellt haben, sind wir an einer Stelle sogar unter der Straße entlang gelaufen. Wir haben bei Sonnenschein einen wundervollen Tag in Luxemburg verbracht, die Altstadt sowie die angrenzende Umgebung kann ich nur jedem ans Herz legen.

Römische Verhältnisse in Deutschland: Trier

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Als ich vor einigen Jahren mit Freunden im Silvesterurlaub war, ergab sich die Gelegenheit, einen Tagesausflug nach Trier zu unternehmen, der vermeintlich ältesten Stadt Deutschlands. Das wollte ich mir trotz Regen natürlich nicht entgehen lassen. Gestartet wurde selbstverständlich an der Porta Nigra. Das Schmuddelwetter hat dem aus Korderler Sandstein bestehendem, besterhaltenem römischen Stadttor den passenden Rahmen geboten. Durch die dunklen Lichtverhältnisse wirkte das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Bauwerk gleich noch ein wenig erhabener. Auf Besucher (und Feinde) muss das Tor in früherer Zeit bestimmt mächtig Eindruck geschindet haben.

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Weiter ging es hinein in die Innenstadt, vorbei am Dreikönigenhaus, ein frühgotisches Wohnhaus. Es entstand aus einem romanischen Wohnturm. Das Besondere an dem Gebäude ist, dass der Eingang bei der Erbauung in den ersten Stock gelegt wurde. Der Eingang konnte nur mithilfe einer Zugtreppe erreicht werden, die bei heranrückenden Feinden einfach eingezogen wurde. So konnte man sich auf einfache Weise vor Dieben schützen. Solche Wohntürme waren in Trier weit verbreitet. Das Dreikönigenhaus wurde vermutlich um 1230 errichtet, im 19. Jahrhundert wurde es umgebaut. Inzwischen befindet sich der Eingang wie gewohnt im Untergeschoss.

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Die Innenstadt überrascht mit zahlreichen farbenfrohen Gebäuden. Ein ziemlicher, aber dennoch angenehmer Kontrast zur Porta Nigra. Ein wenig befremdlich war es jedoch, dass in den unteren Etagen der altehrwürdigen Häuser verschiedenste Einkaufsläden Einzug erhalten haben. Die bunten Leuchtreklamen passten nicht immer zum Baustil. Aber gut, leer stehen können die Häuse auch nicht, denn sonst würde die Trierer Innenstadt vermutlich wirtschaftlich nicht gut dastehen. Heutzutage bleibt es halt nicht aus, in dieser Sache Kompromisse eingehen zu müssen.

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Am meisten gespannt war ich auf die Kaiserthermen, sind sie doch Zeuge der römischen Baukunst. Nachdem Trier im 4. Jahrhundert zur Kaiserresidenz aufgestiegen war, sollten auch die einzelnen Gebäude diesen Status wiederspiegeln. In diesem Rahmen wurde mit dem Bau der Kaiserthermen begonnen, der jedoch bald ins Stocken geriet. Nach mehreren Jahren wurde einige Bereiche wieder abgerissen und der Rest als Empfangs- oder Exerzierhalle erbaut. Ihre eigentliche Funktion, die eines öffentlichen Bades, haben die Kaiserthermen nie aufgenommen. Nach einer wechselvollen Geschichte, u. a. der Umbau des Hauptgebäudes zur Alderburg, können heute noch weite Teile der Anlage besichtigt werden. Selbst die unterirdischen Bedienungsgänge und Abwasserkanäle sind noch erhalten und können erlaufen werden. Den Besuch der Kaiserthermen sollte man beim Trierbesuch nicht auslassen!

Natürlich haben wir an einem halben Tag nicht alles von Trier gesehen, dennoch lohnt ein Besuch der Stadt allemal, und sei es nur für wenige Stunden.

Schön war es, …

… das Weihnachtsfest. Ich hoffe, ihr habt genauso eine schöne Zeit mit euren Liebsten verbracht, wie ich es getan habe! Heute geht es für mich direkt schon mit dem Arbeiten weiter 😦

Für das nächste Jahr habe ich auch direkt den passenden Ausflugtipp für euch parat. Wie wäre es einmal mit einem etwas außergewöhnlicheren Weihnachtsmarkt? Im Angebot hätte ich die Fluweelengrot in Valkenburg (Niederlande; 30 Minuten von Aachen entfernt). Hier warten auf euch nicht die altbekannten Weihnachtshüttchen und Buden, sondern zwei verwinkelte Grotten, in denen die Stände aufgebaut werden. Zugegeben, die angebotenen Artikel machen überwiegend einen kitschigen Eindruck, aber der Gesamtatmosphäre ist überragend. Während die erste Grotte mit Motiven und Figuren rund um den Weihnachtsmann geschmückt war, dominierten in der zweiten Grotte Disneyfiguren und Tannenbäume. Der Besuch lohnt allemal, auch wenn der Eintritt für beide Grotten 9 € kostet. Für mich war es dieses Jahr der interessanteste Weihnachtsmarkt!

Kleiner Tipp: Unbedingt unter der Woche anreisen! Wir haben es letztes Jahr an einem Samstag versucht. Die Schlange war immens (mindestens 1 Stunde Wartezeit). Das haben wir uns dann geschenkt, denn wir hatten keine Lust auf Gedrängel in der Grotte.  Wir sind dieses Jahr an einem Dienstag hingefahren, und siehe da: Wir mussten nicht anstehen und konnten gemütlich umherschlendern.

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Stockholm im Winter — einfach nur wunderschön!

Nachdem wir vor einigen Monaten unseren Flug nach Sockholm gebucht hatten, kam von Freunden und Familie immer wieder die gleiche Frage: „Ist es da im Dezember nicht viel zu kalt?“. Nein, ist es nicht. In Stockholm war es zum Zeitpunkt unserer Reise genauso kalt wie in Deutschland. Wer also überlegt, ob er der Hauptstadt Schwedens mal einen Besuch im Winter abstatten soll, dem kann ich nur sagen: Ja, macht es! Aus dem einfachen Grund, dass Stockholm im Winter einfach nur wunderschön ist. Die ganze Stadt, vor allem die Altstadt (Gamla stan), ist hübsch beleuchtet. Man freut sich sogar richtig darauf, dass es bereits ab 15 Uhr anfängt zu dämmern. Dann zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite.

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Die Anreise gestaltete sich problemlos. Vom Flughafen (Arlanda) sind wir mit dem Arlanda-Express in die Stadt hineingefahren. Bereits in 20 Minuten ist man da. Meines Wissens nach kann man auch mit der U-Bahn dorthin gelangen, doch das dauert etwas länger. Dafür ist die Fahrt günstiger zu erhalten. Da wir aber vorab bei einem 2-für-1-Angebot zugeschlagen hatten, konnten wir uns den Luxus des Arlanda-Expresses leisten, ohne großartig mehr auszugeben.

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Die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit hatte sich im Vorfeld ein wenig schwierig gestaltet. Zum einen ist Stockholm auch in der Wwintersaison nicht gerade günstig und zum anderen bieten viele Hotels etc. häufig Zimmer ohne Fenster an. Mmh, so ganz ohne Fenster sollte es dann doch nicht sein, dann doch lieber etwas mehr Geld ausgeben, dachten wir uns. Letztendlich haben wir im Bed & Breakfast von Stefan in Södermalm übernachtet. Kann ich bis auf ein paar kleine Abzüge in der B-Note nur empfehlen. Die U-Bahnstation liegt gleich nebenan, die Altstadt ist nur 2 Haltetstellen entfernt, bis zum Hauptbahnhof sind es drei. Praktischerweise haben wir uns auch direkt das Frühstück dazugebucht und haben es nicht bereut. Es fällt wirklich reichlich aus, sodass wir uns sogar noch Brötchen für den Abend schmieren konnten.

Was haben wir neben Gamla stan besichtigt? Da wäre zum Beispiel das Freilichtmuseum Skansen, das einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Neben alten schwedischen Hütten und Häusern aus den letzten Jahren und Jahrhunderten können dort zahlreiche Tiere (Elche, Bären, Wölfe, …) in großläufigen Gehegen in Augenschein genommen werden. Auch das Aquarium ist einen Besuch Wert. Nur leider sind die Lebensräume der kleineren Tiere ein wenig eingeschränkter. Unter der Woche (der Monat Dezember hat bestimmt auch dazu beigetragen) war es in Skansen angenehm leer. Im Sommer grünt und blüht es dort bestimmt sehr schön.

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Ganz in der Nähe befindet sich auch das Flickorna Helin Voltaure, ein süßes Café, in dem es leckere Zimtschnecken gibt (laut Monsieur Watson soll auch der Chai latte ganz toll gewesen sein). Auch die Kuchen sahen zum Anbeißen aus. Wir konnten gerade noch wiederstehen und haben uns nur jeweils eine Zimtschnecke gegönnt, denn wir hatten bereits am Vortag gesündigt und haben uns einen Berg an verschiedenen Schokoladenleckereien im Laden Karammelaffären (oder so ähnlich) gekauft. Davon haben wir noch die restlichen 4 Tage genascht.

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Auf dem Rückweg, quasi direkt um die Ecke, befindet sich das Vasamuseum. Natürlich haben wir diesem auch einen Besuch abgestattet und haben uns das berühmt-berüchtige Schiff angeschaut, das bei seiner Jungfernfahrt bereits nach wenigen Metern gesunken ist. Solch ein Schiff ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber wenn ich schon einmal in Stockholm bin, wollte ich mir das riesige Bauwerk aus Holz auch einmal live ansehen. Schade nur, dass es recht Dunkel in dem Museum ist, aber ich denke, das hat seine Gründe.

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Drottningholm, das königliche Schloss, konnten wir jetzt im Winter nur von außen besichtigen. Daher weiß ich nicht, ob auch innen ein Besuch lohnt. Daher  sind wir einfach noch ein bisschen durch den Park geschlendert (der im Sommer bestimmt sehr schön ist) und haben uns den chinesischen Pavillion angeschaut. Das Schloss liegt ein wenig außerhalb, ist aber dennoch gut mit Bus und Bahn zu erreichen — wie eigentlich alles in Stockholm!

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Die einzige Führung, die wir mitgemacht haben, wir die durch das Stadhuset. Ansonsten wären wir da auch gar nicht reingekommen ;-). Die Führung  war zwar auf Englisch, aber keine Angst, alles war leicht zu verstehen. So kamen wir in den Genuss, uns die Räume anzusehen, wo nur wenige Tage später das Festessen für die Nobelpreisträger stattfinden sollte, und uns interessante Hintergrundgeschichten anzuhören. Die Führung kann ich nur empfehlen. An dem Tag hat sogar die Sonne geschienen und der Innenhof wurde in atemberaubendes Licht getaucht.

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Da wir im Besitz der Stockholm Card waren (aufgrund der hohen Fahrticketpreise lohnt sie sich wirklich), sind wir auch noch mit dem SkyView gefahren. In einer Kugel gleitet man die Globen Arena hoch, in der sonst Konzerte, Eishockeyspiele und Ähnliches stattfinden. Das kann man in seinem Stockholmurlaub machen, muss man aber nicht unbedingt. Vielleicht lohnt sich das Ganze eher, wenn man noch eine Zeitlücke füllen möchte. Ansonsten ist die Fahrt unspektakulärer als sie von außen aussieht. Hätte ich die Card nicht gehabt, hätte ich nicht extra Eintritt dafür bezahlt. Der königliche Palast in der Alstadt, in dem man u. a. Gästezimmer und Orden bestaunen kann, ist ganz nett, aber nicht überragend. Dafür haben wir zufällig, als wir rausgegangen sind, die Wachablösung mitbekommen. Das war mal etwas, das man nicht alle Tage sieht.

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Am vorletzten Tag haben wir eine Schiffstour mitgemacht, die in 2,5 Stunden rund um die Schären gefahren ist. Gleichzeitig wurde ein riesiges Julbord-Büffet (typisches schwedische Weihnachtsessen) serviert. Die Auswahl war wirklich reichlich, hauptsächlich Hering und andere Fischsorten. Da ich Fisch leider nicht so gerne mag, habe ich mich hauptsächlich an die Käseplatte, die unterschiedlichen Salate und dünngeschnittenen Fleischhäppchen gehalten. Mit großer Vorfreude habe ich mich anschließend auf die verschiedenen Dessertvariationen gestürzt und wurde nicht enttäuscht. Lecker, lecker kann ich nur sagen. Die Tour war wirklich sehr schön. So konnte ich zum Abschluss noch ein paar Winkel von Stockholm entdecken, die ich vielleicht sonst nicht zu Gesicht bekommen hätte…

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Brüssel vs. Brügge

… und der Gewinner ist: Brüssel. Ich habe mich im Frühjahr (na ja Frühjahr kann man es nicht nennen, es war nämlich eiskalt) je einen Tag auf nach Brüssel und nach Brügge gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich in Brüssel als Tourist willkommener war als in Brügge. In Brüssel wurde man von jedem Verkäufer freundlich empfangen, fast schon gezwungen eine der herrlich schmeckenden Pralinen zu probieren. Die Verkäufer in Brügge hingegen hielten es nicht für nötig auf irgendeine Art und Weise eine Kundenbindung aufzubauen.

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Darüber hinaus hat Brüssel die schöneren Gebäude und Plätze zu bieten. Da wäre zum Beispiel der Grote Markt mit dem alten Rathaus, der heute als Stadtmuseum genutzten Maison du Roi sowie die verschiedenen Zunfthäuser im Barockstil. Mich wundert es nicht, dass der Platz als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen wurde. Hier tummelten sich an dem Tag, trotz der Kälte, dementsprechend zahlreiche Touristen aus allen Herren Länder. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie voll es auf dem Grote Markt an Sommertagen ist oder wenn eine Hochzeit im Rathaus stattfindet.

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Einen Blick auf den Manneken Pis zu werfen, stand beim Besuch von Brüssel  natürlich auch auf dem Programm. Doch das war gar nicht so einfach, denn zum einen drängelten sich unzählige Menschen um den kleinen Mann, zum anderen war er aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes mit einem traditionellen Kostüm verkleidet. Wasser gelassen hat er natürlich trotzdem, sehr zur Freude der Umstehenden ;-). Die verschiedenen Kostüme — mal wird der Manneken Pis passend zu Fußballländerspielen eingekleidet, mal wird auf diesem Wege an den Geburtstag eines Prominenten erinnert — werden übrigens im Stadthaus aufbewahrt. Comicfreunde kommen im Comicmuseum voll auf ihre Kosten (denke ich doch zumindest; ich persönlich war nicht da). Einen Abstecher lohnen noch die Art-Deco-Basilika Sacré Coeur, die verschiedenen Parks, die Börse sowie der Triumphbogen im Jubelpark. Und eine belgische Waffel mit dem typischen Perlzucker, der beim Backen im Waffeleisen so schön schmilzt, muss auf jeden Fall sein!

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Keine Sorge liebe Brügge-Besucher, auch diese Stadt hat einige hübsche Stellen zu bieten. Schließlich wurde der mittelalterliche Stadtkern ebenfalls in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Vor den Toren der Stadt lockt der Beginenhof, in deren Häusern inzwischen Benediktinerinnen wohnen. Im April sollen dort sehr schön die Osterglocken blühen, doch das Wetter hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ende März war noch nichts von den Osterglocken zu sehen, geschweige denn zu erahnen. Auf den Kanälen kann man in Brügge eine gemütliche Bootstour machen (aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist auch bei geringen Temperaturen möglich!) oder in den verschiedenen Restaurants eine der unzähligen Pfannkuchenvarianten probieren. Ich habe zum Beispiel entdeckt, dass sich Zitronensaft toll auf einem Pfannkuchen macht. Irgendwie ist mir die Kombination zuvor nie in den Sinn gekommen…