Blogparade: Die zehn besten Vorspanne von Fernsehserien

Ich reihe mich noch kurz vor Ende Ende des Monats rasch in die Liste ein und nehme wie bereits zahlreiche Blogger vor mir an der Blogparade der singenden Lehrerin mit dem schönen Titel Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien teil. Wie der Titel es bereits verrät, steht nicht die Serie an sich, sondern der Vorspann im Mittelpunkt. Eine schöne Idee. Also habe ich fleißig in meinem Serienjunkiesgedächtnis gekramt und präsentiere euch nun meine Auswahl (ohne Ranking):

1. „Call the midwife“: Eigentlich gibt der Vorspann von „Call the midwife“ nicht viel über das Geschehen preis. Wenn man aber die Serie und den Inhalt bereits kennt, dann wird mir ein jeder zustimmen, dass die Melodie perfekt zu der Stimmung und die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist, passt. Eine tolle Einstimmung auf das folgende Geschehen.

2. „Es war einmal das Leben“: Kindheitserinnerungen pur.

3. „Es war einmal der Mensch“: Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Titel von Udo Jürgens so gut gefallen würde. Aber die Musik verleiht den Bildern das gewissen Extra, wenn nicht gleich eine geheimnisvolle Stimmung. Die im Song gestellten Fragen versuchen wir seit Jahren zu ergründen und finden doch manchmal keine Antwort darauf.

4. „Luther“: Das Wörtchen „sin“, das fast schon direkt zu Beginn des Intros gesungen/gehaucht wird, fasst den Inhalt der Serie perfekt zusammen. Wie auch bei „Call the midwife“ spiegelt der Vorspann die Atmosphäre der Serie 1:1 wider.

5. „The Returned“: Und direkt der nächste Vorspann, bei dem die Atmosphäre allein durch die Musik zu 100% getroffen wurde.

6. „American Horror Story“: Eigentlich mag ich diesen Vorspann gar nicht. Hierbei handelt es sich um das einzige Intro, das ich regelmäßig vorspule, da ich es so verstörend finde (allein die gruseligen Kinderfotos…). In dem Sinne haben die Schöpfer alles richtig gemacht.

7. „The A-Team“: Ich weiß auch nicht, als Kind fand ich den Vorspann ganz toll (aber nur, wenn vorher auch die Stimme aus dem Off zu hören war).

8. „Veronica Mars“: Einfach ein guter Song, der doch so viele Wahrheiten verbirgt. Mit wie vielen Leuten war man mal gut befreundet und haben schon lange nicht mehr an diese gedacht.

9. „Long way round“. Immer, wenn ich den Vorspann sehe, möchte ich mich aufs Motorrad schwingen (auch wenn ich keins habe) und die Welt erkunden.

10. „Prison Break“: Spannende Serie, mitreißende Musik.

Kritik: „The Returned“

Vor einiger Zeit ist auf WDR/Einsfestival die erste Staffel der französischen Serie „The Returned“ (Original: Les Revenants), die durch ihre verstörende Atmosphäre, die kühlen Bilder und den einzigartigen Soundtrack besticht, zu Ende gegangen. Das Staffelende hat mich mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen. Doch zu Beginn möchte ich kurz den Inhalt erzählen, falls jemandem die Serie nichts sagt (Vorsicht Spoiler):

Camille taucht eines Tages völlig unerwartet in einem französischen Bergdorf auf. Dies wäre nicht weiter ungewöhnlich, wenn sie nicht vor einigen Jahren bei einem Busunglück umgekommen wäre. Sie kann sich jedoch nicht daran erinnern, dass sie gestorben ist.  Camilles Eltern sowie ihre Zwillingsschwester Léna sind entsprechend geschockt über ihre Rückkehr und wissen nicht so genau, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Doch Camille ist nicht die Einzige, die aus dem Reich der Toten zurückkehrt (im Gegensatz zu „The Walking Dead“ nicht in Form von Zombies, sondern in Menschengestalt). Auch Simon, der kurz vor der Hochzeit mit Adèle stand, Madame Costa, deren genauen Todesumstände nicht bekannt sind, Serge, ein Serienkiller, und Victor, der als Kind während eines Einbruchs in sein Elternhaus erschossen wurde, sind plötzlich wieder da. Sie sind alle zu verschiedenen Zeiten gestorben. Jeder kommt in dem Alter wieder, in dem er sein Leben verloren hat. Es stellt sich die Frage, warum ausgerechnet diese Personen von den Toten auferstanden sind und warum. Beide Fragen werden in dieser Staffel jedoch nicht eindeutig geklärt.

Zwar wurde „The Returned“ bereits im Jahr 2012 gedreht, doch dieses Mal ist es nicht allzu tragisch, dass es so lange gedauert hat, bis die Serie im deutschen TV zu sehen war. Da die Schauspieler allesamt sehr beschäftigt waren/sind, wurde erst vor wenigen Monaten mit den Dreharbeiten zur zweiten Staffel begonnen. Demenstprechend ist die Wartezeit für uns nicht übermäßig lang, für die französischen Zuschauer hingegen schon. Ich bin gespannt, da ich hoffe, dass folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Was hat es mit den Narben auf sich? Sollen sie andeuten, dass die Rückkehrer sich langsam wieder dem Tod annähern? Stammt Lènas Narbe wirklich von einer Auseinandersetzung mit ihren Vater oder spielt auch in diesem Fall die Zwillingsverbundenheit eine wichtige Rolle?
  2. Hat sich Simon wirklich das Leben genommen? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ist.
  3. Wovor hatten die Tiere derartige Angst, dass sie freiwllig ins Wasser gegangen sind? Vor der Meute?
  4. Was hat es zu bedeuten, dass die Meute nicht auch die Auslieferung Serges‘ verlangt hat? Zählt er für sie nicht zu den Toten?
  5. Wie ist Madame Costa gestorben?
  6. Was hat es mit dem Absinken des Wasserspiegels und dem Bruch des Staudammes auf sich?
  7. Warum können die Bewohner nicht aus der Stadt fliehen?
  8. War Victor schon vor den anderen da? Wieso ist er so besonders?

Ihr seht, Fragen über Fragen…