Eine Fast-Super-Mario-Torte

Vor Kurzem hatte Monsieur Watson Geburtstag und als Überraschung wollte ich ihm als Mitbringsel für die Arbeit eine Super-Mario-Torte modellieren. Es fing auch ziemlich gut an: Der Schokoladen-Macadamia-Kuchen ging perfekt auf, die Ganache ließ sich ohne Probleme auftragen und die hellblaue Fondantdecke machte auch das, was sie sollte. Nachdem ich die Torte im unteren Bereich mit kleinen Schleifchen versehen hatte, habe ich noch zusätzlich kleine Wölkchen geformt. Doch als die Super-Mario-Figur anstand, kam ich irgendwie nicht weiter. Der kleine Klempner wollte mir einfach nicht gelingen. Nach längerem Ausprobieren entschloss ich mich dann schweren Herzen dazu, auf Super Mario zu verzichten und die Torte einfach mit einigen Power-Ups zu versehen, damit sie trotzdem dem Thema gerecht wurde…

Super Mario

© alexentdecktdiewelt.wordpress.com

Meine erste Motivtorte

Zu Weihnachten habe ich von Monsieur Watson nach mehrmaligen zufälligen Hinweisen ganz spontan einen Gutschein für den Basiskurs bei Pink Sugar erhalten. Am Samstag war es endlich soweit, ich begab mich ausgestattet mit einem Tortencaddy und viel Vorfreude nach Lünen. Schon seit Langem bin ich von den zahlreichen Motivtorten, die auf den verschiedensten Blogs vorgestellt werden, ganz begeistert. So etwas Tolles wollte ich auch schon immer mal ausprobieren, habe mich aber nie so ganz dran getraut. Daher wollte ich das Ganze mal von grundauf lernen.

Die liebe Kessy hat uns zunächst einmal darüber aufgeklärt, wie wir Zuckerkleber und Blütenpaste herstellen. Nachdem wir noch einige weitere Tipps erhalten haben — zum Beispiel dass man für Blütenpaste statt CMC auch günstigeres Kukident benutzen kann (nein, es ist nicht gesundheitsschädlich und kann verzehrt werden) —, ging es daran, den Dummy mit Fondant einzukleiden. Nun hieß es kneten, kneten, kneten. Die Farbe konnten wir frei wählen, ich entschied mich für ein helles Blau. Besonders erstaunt  hat mich, dass es ausreicht einen Zahnstocher minimal in das Farbgel zu tunken, um den Fondant in den schönsten Farben zu färben. Die kleinen Farbtöpfchen halten dementsprechend ewig.  Dank Kessys Hilfe gelang das Einkleiden ohne Risse. Jetzt mussten nur noch die Falten geglättet werden. Kleinere Macken haben wir unten einfach mit einer Bodüre aus Modellierfondant (ein Gemisch aus Blütenpaste und Fondant) überklebt. Da ich Elefanten liebe, habe ich direkt Kessys neuen Ausstecher ausprobiert:

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Auch Blüten waren dank verschiedenster Ausstecher und Hilfsmittel kein Problem. Diese wurden noch mit ein wenig Puder bepinselt, damit sei mehr Tiefe erhalten. Wie ihr seht, der Kreativität sind bei Motivtorten keine Grenzen gesetzt.

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Jetzt ging es an den schwierigsten Teil: Die 3D-Figur. Passend zu den Elefanten entschied ich mich dazu, einen kleinen Elefanten, den Kessy vor Kurzem auf ihrem Blog vorgestellt hat, nachzubasteln. Gar nicht so einfach, denn der Kopf des Dickhäuters drohte vermehrt umzukippen und musste daher mit Zahnstochern und anderen Hilfsmitteln so lange gestützt werden, bis der Kleber getrocknet war. Auch die Ohren wollten nicht so ganz halten. Aber für einen ersten Versuch bin ich ganz zufrieden, auch wenn der Elefant an eine Kinderbuchzeichnung oder an eine Mischung aus Elefant und Biene erinnert. Aber wie heißt es so schön: Übung macht den Meister. Bin schon fleißig dabei, mir für die nächste Motivtorte die nötigen Materialien zusammenzustellen. Und das nächste Mal rückt an die Stelle des Dummys natürlich ein Kuchen, damit man die schöne Torte auch essen kann (zumindest den unteren Teil).

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