Blogparade: 10 Best Villains in Film und/oder Serie

Nachdem mir die letzte Blogparade von der singenden Lehrerin so viel Spaß gemacht hat, bin ich selbstverständlich auch bei der neuen dabei. Dieses Mal geht es also um Bösewichte. So sehr man die Charaktere für ihre Taten manchmal auch verabscheuen mag, ohne sie wäre die entsprechende Serie oder der Film nur halb so interessant. Außerdem tragen sie oft dazu bei, dass die Handlung vorangetrieben wird. Meine Top 10 erfolgt ohne Ranking:

1. Mildred Ratched („Einer flog übers Kuckucksnest“): Solch eine rabiate und sadistische (weibliche) Person hat man lange vor und nach dem Film nicht mehr gesehen. Am liebsten würde man sie aus dem Fernseher reißen und ihr die Fresse polieren (wenn ich es mal so drastisch ausdrücken darf).

2. Alice Morgan („Luther“): Alice ist es, die Luther immer wieder neu herausfordert, ihn aber gleichzeitig auch das ein oder andere Mal auf ihre ganz spezielle Weise aus der Klemme hilft. Wir haben es hier mit einer intelligenten Soziopathin zu tun, die einen ungewollt in ihren Bann zieht. Dies kann aber auch an der einnehmenden und zugleich verstörenden Aura von Ruth Wilson liegen.

3. Jane Hudson („Was geschah wirklich mit Baby Jane?“): Den Film habe ich zwar erst einmal gesehen, aber die Darstellung von Betty Davis, den Charakter Jane und ihre offene Feindseligkeit gegenüber ihrer Schwester Blanche habe ich dennoch nicht vergessen.

4. Sylar („Heroes“): Leider wurde Sylar nach der ersten Staffel, in der er ein richtig schöner Fiesling war, immer weicher. Warum sehen sich manche Showrunner gewungen, Bösewichten nach und nach auch eine gute Seite zu verpassen?

5. T-Bag („Prison Break“): Solch einem ekelhaften Kerl möchte man nie in der Wirklichkeit begegnen. Grandios gespielt von Robert Knepper!

6. Dark Willow („Buffy“): Ein Gutes hatte ja Dark Willow: Sie war dafür verantwortlich, dass mein Lieblingscharakter (Giles) wieder zurückgekehrt ist.

7. The Gentlemen („Buffy“): Und noch einmal „Buffy“. Auch wenn sie keinen Ton sagen, allein Mimik und Gestik lassen einen erschauern.

8. Thomas & O’Brien („Downton Abbey“): In einem Interview bezeichnet Siobhan Finneran Thomas und O’Brien als partners in crime — eine sehr passende Bezeichnung wie ich finde (auch wenn sie sich nacher gegenseitig das Leben schwer machen).

9. Gunnery Sergeant Hartman („Full Metal Jacket“): Kein Wunder, was bei solch einem Ausbilder mit Private Paula passiert…

10. Aaron („Zwielicht“): Wie kann man so lieb und unschuldig aussehen und es gleichzeitig so faustdick hinter den Ohren haben? (Achtung SPOILER, aber ich liebe das Ende):

Blogparade: Die zehn besten Vorspanne von Fernsehserien

Ich reihe mich noch kurz vor Ende Ende des Monats rasch in die Liste ein und nehme wie bereits zahlreiche Blogger vor mir an der Blogparade der singenden Lehrerin mit dem schönen Titel Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien teil. Wie der Titel es bereits verrät, steht nicht die Serie an sich, sondern der Vorspann im Mittelpunkt. Eine schöne Idee. Also habe ich fleißig in meinem Serienjunkiesgedächtnis gekramt und präsentiere euch nun meine Auswahl (ohne Ranking):

1. „Call the midwife“: Eigentlich gibt der Vorspann von „Call the midwife“ nicht viel über das Geschehen preis. Wenn man aber die Serie und den Inhalt bereits kennt, dann wird mir ein jeder zustimmen, dass die Melodie perfekt zu der Stimmung und die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist, passt. Eine tolle Einstimmung auf das folgende Geschehen.

2. „Es war einmal das Leben“: Kindheitserinnerungen pur.

3. „Es war einmal der Mensch“: Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Titel von Udo Jürgens so gut gefallen würde. Aber die Musik verleiht den Bildern das gewissen Extra, wenn nicht gleich eine geheimnisvolle Stimmung. Die im Song gestellten Fragen versuchen wir seit Jahren zu ergründen und finden doch manchmal keine Antwort darauf.

4. „Luther“: Das Wörtchen „sin“, das fast schon direkt zu Beginn des Intros gesungen/gehaucht wird, fasst den Inhalt der Serie perfekt zusammen. Wie auch bei „Call the midwife“ spiegelt der Vorspann die Atmosphäre der Serie 1:1 wider.

5. „The Returned“: Und direkt der nächste Vorspann, bei dem die Atmosphäre allein durch die Musik zu 100% getroffen wurde.

6. „American Horror Story“: Eigentlich mag ich diesen Vorspann gar nicht. Hierbei handelt es sich um das einzige Intro, das ich regelmäßig vorspule, da ich es so verstörend finde (allein die gruseligen Kinderfotos…). In dem Sinne haben die Schöpfer alles richtig gemacht.

7. „The A-Team“: Ich weiß auch nicht, als Kind fand ich den Vorspann ganz toll (aber nur, wenn vorher auch die Stimme aus dem Off zu hören war).

8. „Veronica Mars“: Einfach ein guter Song, der doch so viele Wahrheiten verbirgt. Mit wie vielen Leuten war man mal gut befreundet und haben schon lange nicht mehr an diese gedacht.

9. „Long way round“. Immer, wenn ich den Vorspann sehe, möchte ich mich aufs Motorrad schwingen (auch wenn ich keins habe) und die Welt erkunden.

10. „Prison Break“: Spannende Serie, mitreißende Musik.

Kritik: „Luther“ (die Serie, nicht der Film)

In den vergangenen Tagen und Wochen hat mich kein Buch oder Film so wirklich überzeugt (in Zukunft muss ich wohl wieder meine Filmklassiker hervorkramen). Und da ich nicht gerne über Bücher schreibe, die ich noch nicht ausgelesen habe (derzeit sind es „The Help“ von Kathryn Stockett und „Die Frauen von Savannah“ von Beth Hoffman), gibt es heute mal wieder eine Serienvorstellung, die an manche vielleicht vorbei gegangen sein mag, weil sie vom ZDF im Nachtprogramm versteckt wurde. Die Rede ist von der genialen BBC-Serie „Luther“, in der ein fantastisch aufspielender Idris Elba („The Wire“, „Thor“) den gleichnamigen Detective mimt. Er spielt den Ermittler, der sich mit Vorliebe mit seinen Vorgesetzten anlegt und die Regeln so auslegt, wie es ihm gerade passt, mit solch einer Intensität, dass man meinen könnte, die verschiedenen Situationen seien ihm selbst schon einmal passiert. Luther ist kein ruhiger, in sich gekehrter Ermittler, der sich auf seine Kombinationsgabe verlässt wie es vielleicht Patrick Jane in „The Mentalist“ macht, sondern jemand, der sich auch schon einmal gerne von seinen Gefühlen leiten lässt.

Ihre Spannung ziehen die einzelnen Folgen nicht aus den verschiedenen Verbrechen, sondern aus den unterschiedlichen Darstellern, die hervorragend ausgesucht wurden. Daher die Serie unbedingt im Original schauen (auch wegen der einfangenden Stimme Idris Elbas)! Besonders das perfide Katz- und Mausspiel zwischen Luther und Alice Morgan (Ruth Wilson), die sich als perfekte, wenn auch psychopatische Widersacherin entpuppt, hat es in sich und fesselt einen an den Fernseher. In ihr hat Luther seinen intellektuellen Gegenpart gefunden, denn wie bereits in der 1. Folge ersichtlich wird, hat Alice ihre Eltern ermordet. Doch Luther kann ihr nichts nachweisen. Im Laufe der ersten beiden Staffeln kreuzen sich immer wieder die Wege der Beiden (auch in der aktuell in Großbritannien gelaufenen dritten Staffel soll Alice wieder eine wichtige Rolle spielen). Die Zusammentreffen sind das Highlight der ganzen Serie!