Kritik: „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“

Seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich mal wieder mit dem Gedanken „Wow, das war ein schöner Film“ aus dem Kino gegangen. Hierfür hat Ben Stiller (Regie & Hauptrolle) mit seinem Werk „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ gesorgt. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Ben Stiller, aber diese Sache hat er außergewöhnlich gut hinbekommen. Er spielt Walter Mitty, beim Life-Magazine zuständig fürs Fotoarchiv, angenehm zurückhaltend, dass es eine Freude ist, ihm bei seiner Entwicklung vom verträumten Angestellten zum wagemutigen Abenteurer zuzusehen.

Als großer Ally-McBeal-Fan haben mir besonders die mitunter abstrusen Tagträumereien und Fantasisequenzen sehr gut gefallen. Ich liebe es, wenn von den immer gleichen Bildern, Ideen und Gedanken abgewichen wird, und sich Filmemacher trauen, etwas anderes zu zeigen.  Für einige mag es am Anfang ein wenig zu viel dieser Ausflüge in Walter Mittys Gedankenwelt geben, für mich war es genau die richtige Menge. Begleitet wird der Film von wunderschönen Landschaftsaufnahmen, bei denen man direkt Lust verspürt nach Island oder Grönland zu reisen. Auch der Witz kommt nicht zu kurz (meinen Humor hat er zumindest getroffen). Perfekt ergänzt wird das Ganze durch einen wirklich gelungenen Soundtrack. Der Film schafft es auf jeden Fall in meine DVD-Sammlung!

Krtitik: „Ich — einfach unverbesserlich 2″

© alexentdecktdiewelt.wordpress.com

Gestern haben es Monsieur Watson und ich nach einem halben Jahr (!) endlich mal wieder gemeinsam ins Kino geschafft. Während ich ja eher Dramen und skurrile Filme bevorzuge, mag er lieber Anime, Fantasy und Superhelden. Am Ende einigen wir uns dann meistens auf Komödien oder Animationsfilme. Wie praktisch, dass „Ich — einfach unverbesserlich 2″ beides miteinander kombiniert.

Wollte Gru noch im ersten Teil den Mond stehlen und zum größten Bösewicht aller Zeiten aufsteigen, schließt er sich nun der Anti-Verbrecher-Liga an, um einen neuen (oder doch altbekannten?) Schurken das Handwerk zu legen. Immer an seiner Seite die kleinen gelben Männchen, die wie die Hülle eines Ü-Eis mit Auge(n) und Brille aussehen und stets vergnügt vor sich her brabbeln (natürlich versteht man kein einziges Wort). Nebenbei lernt er noch die charmante, wenn auch leicht überdrehte Agentin Lucy kennen. Soweit zum Inhalt.

Ja, ich gebe es zu: Ich habe mich wie die meisten Leute bereits im ersten Teil direkt in die Minions verliebt. Und auch in „Ich — einfach unverbesserlich 2″ bilden sie das Herzstück des Films und sind immer für einen Lacher gut (dicht gefolgt von der kleinen Agnes mit ihrem übergroßen Sombrero und ihrer unbekümmerten Art). Beste Szene des Films: Die Minions schmettern „herzzerreißend“ eine Ballade inklusive bunter Blumenwiese und Leinenanzügen.

© alexentdecktdiewelt.wordpress.com

Vielleicht bin ich so minionfixiert, dass sie meiner Meinung nach ruhig noch an einigen Stellen mehr im Film hätten auftauchen können. Ich glaube, das gesamte Kinopublikum hat eigentlich immer nur darauf gewartet, dass die kleinen Helferlein mit der blauen Latzhose ihren Auftritt haben. Aber keine Sorge, „Ich — einfach unverbesserlich 2″ liefert auch so Gags ohne Ende, denn die Macher wiederholen nicht einfach die Witze aus dem ersten Teil, sondern haben sich zum Glück neue Ideen einfallen lassen. Also kein billiger Abklatsch (wie es wohl beim demnächst startenden  „Planes“, dem Pendant von „Cars“, sein wird), sondern eine gelungene Fortsetzung. Reingehen!

Zum Schluss muss ich unbedingt eins noch loswerden: Warum schaffen es heutzutage einige Leute nicht einmal 90 Minuten lang nicht alle 5 Minuten auf ihr Handy zu starren und eine SMS oder Whats-App-Nachricht zu verfassen??? Was ist so wichtig, dass ihr es direkt im Kino beantworten müsst? Mein Vorschlag: Guckt euch den Film später einfach auf DVD an, wenn ihr eh nicht auf die Leinwand schaut. So nervt ihr wenigstens nicht eure Sitznachbarn!