Cronuts — Das neue Trendgebäck aus den USA

Am Donnerstag hatte ich endlich mal wieder Zeit zum Backen und habe als kleine Geburtstagsüberraschung für einen Freund Cronuts gemacht, die in den USA gerade für Furore sorgen. Na, wer hat direkt schon erraten, aus welchen beiden Begriffen sich Cronuts zusammensetzt? Richtig, Croissant und Donut. Was man sich bei uns in Deutschland kaum vorstellen kann, ist in New York derzeit gang und gäbe: Bereits Stunden, bevor die Bäckerei von Dominique Ansel, dem Erfinder der Cornuts, um 8.00 Uhr öffnet, warten Hunderte Menschen vor dem Laden, um genau zwei (!) der Leckereien zu ergattern. Ja, richtig gelesen. Jeder Kunde erhält nur zwei Cronuts. Die Herausgabe der beliebten Kringel ist nämlich streng limitiert, da pro Tag nur rund 300 Cronuts hergestellt werden. Jeden Monat wechselt übrigens in der Bäckerei von Dominique Ansel der Geschmack der Creme. Die ersten Bäckereien, die speziell Cronuts anbieten, gibt es inzwischen auch in Deutschland zu bestaunen, z. B. in München.

© alexentdecktdiewelt.wordpress.com

Selbstverständlich hat sich der schlaue Bursche das Gebäck direkt schützen lassen und verrät sein Rezept nicht. Jetzt versucht natürlich jeder, der nicht in New York lebt oder Lust hat, sich in die meterlange Schlange anzustellen, etwas Adäquates zu produzieren, das dem Geschmack von Cornuts ziemlich nahekommt. Ich habe mich an das Rezept von WMakeSmartGirlStupid gehalten.

Dafür braucht ihr:

  • 1 Rolle Croissantteig
  • Öl zum Frittieren
  • Vanillepudding zum Kochen oder backfeste Puddingcreme (ich habe letztere genommen, da sie nicht so mächtig ist und einfach nur angerührt werden muss)
  • Kuvertüre
  • Zuckerstreusel

Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen. So lässt sich der Teig nachher besser verarbeiten. Den Croissantteig wie gewöhnt aus der Hülle befreien und ausrollen. Die vorgestanzten Trennlinien miteinander verbinden, damit ihr einen zusammenhängenden Teig habt. Die Ecken nun einmal von links nach rechts und dann von rechts nach links übereinander klappen. Teig mit dem Nudelholz ein wenig bearbeiten. Anschließend einmal in der Mitte zusammenklappen und noch einmal ausrollen. Nun mit einem relativ großen Glas Kreise aussstechen. Je größer der Durchmesser ist, umso größer werden die Cronuts und ihr könnt sie besser füllen. Danach mit einem Wasserflaschendeckel in der Mitte einen zweiten Kreis ausstechen.

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Öl in einem Topf erhitzen und die Cronuts darin von beiden Seiten frittieren. Am besten neben dem Topf stehen bleiben, denn die kleinen Teile werden sehr schnell braun! Je länger sie im Öl verbleiben, umso härter und trockener werden sie. Cronuts mit einem Schöpflöffel aus dem Topf holen und auf einem Kuchentuch abkühlen lassen. In der Zwischenzeit einen Spritzbeutel oder eine Backspritze mit der angerührten Puddingcreme füllen. Die abgekühlten Cronuts vorsichtig mit der Creme füllen. Nicht zu fest drücken, denn sonst quillt die Creme wieder raus. Anschließend die Kringel nur noch mit Kuvertüre bestreichen und mit Zuckerstreuseln bedecken. Natürlich können die Cronuts auch mit Zucker bestreut, mit Früchten garniert oder mit Sahne dekoriert werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Die Herstellung des Originals nimmt übrigens drei Tage in Anspruch.

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Donuts im Kleinformat

Von Zeit zu Zeit schiele ich auf Danis wundervolle Seite „Ein klitzeklein(es) Blog“ und klicke mich dort mit einem breiten Grinsen durch die verführerisch klingenden Rezepte. Da es im Moment für Cremetörtchen und Schokomuffins viel zu warm ist (wer möchte schon zerlaufenes Topping), sind ihre Klitzekleinen Donuts genau das Richtige, wenn man trotz Hitze Lust aufs Backen verspürt. Dani hat sie teilweise sogar noch mit Kuchenglasur und Zuckerperlen verziert.

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Benötigt werden:

  • 35 g Butter
  • 290 g Mehl
  • 100 g + 45 g Zucker
  • 125 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt
  • 1 l Sonnenblumenöl zum Frittieren (bei mir hat auch weniger gereicht)

Zunächst Salz, Mehl und Backpulver mischen. Butterstückchen ergänzen. Alles zu einem homogenen Teig verarbeiten. Zwischenzeitlich 45 Gramm Zucker zufügen. Anschließend die Milch mit dem Ei verschlagen und zum übrigen Teig geben. Aus der Masse kleine Kügelchen formen.

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In einem ausreichend hohen Topf (vorsicht: sonst Spritz- und Verbrühgefahr!) Sonnenblumenöl erhitzen. Die Kügelchen vorsichtig hineingleiten lassen und während des Frittiervorgangs hin und her bewegen. So werden sie von allen Seiten gleichmäßig fest.

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Die Donuts so lange frittieren, bis sie eine gold-braune Farbe annehmen. Kügelchen aus dem Fett holen und auf ein mit Pergamentpapier oder Küchentuch versehenen Teller geben. Leicht abkühlen lassen. In der Zwischenzeit 100 Gramm Zucker mit dem Teelöffel Zimt in einer Schüssel geben. Donuts durch die Mischung rollen. Fertig ist das leckere Naschwerk.

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