Amsterdam oder doch lieber Alkmaar?

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Drei Tage Amsterdamurlaub sind … Ja, was eigentlich? Genau passend? Zu lang? Aufregend? Langweilig? Mit Spaß verbunden? Ein wenig enttäuschend? Irgendwie von allem ein bisschen. Daher kann ich mich auch so gar nicht entscheiden, was ich von der Hauptstadt der Niederlande halten soll. Ich habe bei meinem Städtetrip nicht so recht den Zugang zu Amsterdam gefunden. Die Nieuwe Kerk, der Begijnhof und der Königliche Palast (Paleis op de Dam oder auch Koninklijk Paleis) sind ganz nett, mehr aber auch nicht. Woran meine geringe Begeisterung liegt, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich aber auch inzwischen einfach nur zu viele Gebäudefassaden dieser Art gesehen. Wenn ich ein Kunstfreund wäre, dann wäre ich möglicherweise von Amsterdam mehr angetan. Hier haben schließlich das Rijkmuseum, das Van Gogh Museum und das Museum Het Rembrandthuis ihren Sitz.

Auch wenn man die Innenstadt gut innerhalb eines Tages besichtigen kann, sollte man dennoch mindestens einen weiteren Tag dranhängen, denn eine Grachtenfahrt (um die 8 €) muss in Amsterdam schon sein. So kann man dem Trubel rund um den zentralen Platz, dem Dam, ein wenig entgehen und sich die herrschaftlichen Häuser einmal aus einem anderen Blickwinkel anschauen. Zugleich kann man verstohlen in die zahlreichen, teilweise wunderschön gestalteten Hausboote schielen. Ich glaube, auf den Grachten rumschippern könnte ich den ganzen Tag.

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Pflicht ist in Amsterdam außerdem ein Besuch des Anne-Frank-Hauses. Auch Personen, die nicht das wohl berühmteste Tagebuch der Welt gelesen haben, sollten die Mühe auf sich nehmen und sich in die stets lange Schlange einreihen (wir haben rund eine Dreiviertelstunde angestanden). Tipp: Die Eintrittskarten am besten im Internet vorbestellen und an der Extrakasse abholen. Dies geht aber nur über Kreditkarte und ist an bestimmte Uhrzeiten gebunden. Wir waren leider zu spät dran, sodass es entweder nur noch für spät abends oder aber für Einzelpersonen eine Karte gegeben hätte. Wenn man durch das Haus wandert, mag man sich gar nicht vorstellen, wie das Leben dort gewesen sein muss. Sich jeden Tag verstecken, nicht mehr nach draußen zu können, immer leise sein zu müssen.

Flohmarktfreunde werden ihr Freude am täglich (außer sonntags) stattfindenden Wochenmarkt Albert-Cuyp-Markt haben. Hier gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt — angefangen bei bunten Schals über Käse hin zu Obst und T-Shirts. Es macht einfach nur Spaß über die langgezogene Gasse zu flanieren, zwischendurch eins der angrenzenden Geschäfte aufzusuchen und nebenbei eine der vielen Köstlichkeiten zu probieren. Etwas kleiner, dafür aber nicht weniger charmant ist der Flohmarkt am Waterlooplein. Dort werden im Gegensatz zum Albert-Cuyp-Markt auch wirklich alte und gebraucht Dinge angeboten.

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Von Amsterdam bis nach Alkmaar sind es nur knapp 40 Minuten. Da wir an einem Sonntag dorthin aufgebrochen sind, haben wir zwar den berühmten Käsemarkt, der immer am Freitag stattfindet, verpasst, dennoch wartete an dem Tag eine Überraschung auf uns: An dem Wochenende wurde das traditionelle Kaeskoppenstad abgehalten. Für das Fest stellt ein Großteil der Bewohner das Stadtleben im 16. Jahrhundert nach. Verkleidungen und Stände inklusive. Es war zwar recht voll, trotzdem hat es riesen Spaß gemacht. Und die 2 € Eintritt sind wahrlich kein Beinbruch. Stattdessen kann man die Altstadt bestaunen und bekommt Unterhaltung der etwas anderen Art geboten. Für einen guten Zweck konnte man sich für nur 3 € in historischen Kostümen fotografieren lassen — was wir natürlich auch gemacht haben. Der Versand per E-Mail verlief reibungslos. Vor Beginn des Stadtfestes (und den damit einhergehenden Menschenmassen) hatten wir das Glück, uns Alkmaar in Ruhe anzuschauen. Die Stadt hat mich im Gegensatz zu Amsterdam direkt gefangen genommen. Alkmaar verprüht irgendwie einen urigen Charme und ist nicht so überlaufen und hektisch wie Amsterdam. Hier kann man wirklich einen wunderschönen Tag verbringen!

Meine neuen Lieblinge: M&M’s Pretzel

Während meines Urlaubs in Amsterdam habe ich einen wunderbaren Laden entdeckt, der sich wohl auf den Verkauf von ausländischen, vor allem amerikanischen Süßigkeiten spezialisiert hat. Dort habe ich u. a. auch zum ersten Mal die mir bis dahin völlig unbekannten M&M’s Pretzel gesehen, die es bei uns (noch) nicht zu kaufen gibt (hoffentlich ändert sich das in naher Zukunft).

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Als ich den Preis sah (rund 7 €) musste ich erst einmal schwer schlucken. Trotzdem konnte ich irgendwie nicht widerstehen, denn die Kombination süß&salzig genießt bei mir seit einiger Zeit einen hohen Stellenwert. Außerdem liebe ich M&M’s sowieso. Daher habe ich ausnahmsweise mal ein Auge zugedrückt und mir die kleinen Dinger gegönnt. Wer weiß, wann ich sonst noch einmal die Chance haben werde, die kleinen Kügelchen auszuprobieren, ohne dass ich sie mir zu überteuerten Preisen plus Versandkosten im Internet bestellen muss?

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Von der Größe her erinnern sie an die M&M’s Peanuts. Doch wenn man hineinbeißt, macht sich direkt ein Knackgeräusch bemerkbar, das ich von der Erdnuss-Variante nicht kenne und sie gleich noch ein wenig interessanter macht. Natürlich ist der Brezelkern daran schuld. Er ist schön fest und zum Glück nicht zu weich. Die Schokolade schmeckt so, wie man es von M&M’s gewohnt ist. Mein Fazit: Die M&M’s Pretzel sind schon was Feines. Wer gerne Schokolade und Brezeln mag, der ist hier genau richtig. Der typische M&M’s-Überzug setzt dem Ganzen noch zusätzlich die sprichwörtliche Krone auf. Einen kleinen Verbesserungstipp hätte trotzdem noch: Der Brezelteil dürfte ruhig ein wenig salziger ausfallen. Dann wären das Naschwerk wirklich perfekt!

Fisch in der Tüte — kann das gut gehen?

Gestern war es wieder einmal soweit, mein Freund und ich — nennen wir ihn in nächster Zeit zum Schutz seiner Persönlichkeit einfach mal Monsieur Watson (ihr wisst schon, fast so wie der treue Begleiter von Sherlock Holmes) — haben zwei neue Sorten Chips ausprobiert: Fish & Chips sowie Beef Burger.

Wo ich die wohl her habe, fragt ihr euch bestimmt. Vor kurzem war ich in Amsterdam (nen kleinen Bericht dazu gibt es ein anderes Mal) und da kam ich nicht umhin, mich mal im aus Großbritannien stammenden Marks & Spencer umzusehen. Neben diesen außergewöhnlichen Chipssorten (müssten so um die 90 Cent gekostet haben) kann man dort auch für wenig Geld hervorragend Shortbread erstehen. Eine 210-Gramm-Packung, die hier nicht unter 3€ zu haben ist, gibt es dort für 1,50€. Also, liebe Backfreunde, falls ihr die Möglichkeit habt, deckt euch dort fleißig mit Shortbread ein.

So, nun aber zur eigentlich interessanten Frage: Wie schmecken denn nun die Dinger? Also, Beef Burger hält das, was es verspricht. Beim ersten Bissen erinnert es zwar ein wenig an BBQ-Sorten von anderen Herstellern, doch im Nachgeschmack ist es fast so, als hätte man gerade einen Beef Burger vom Grill vernascht. Die Chips haben doch glatt eine rauchige Note, die man sonst nur von Bratwürstchen & Co. kennt. Monsieur Watson war auch ganz begeistert. Wer also abends keine Lust mehr hat den Grill anzuschmeißen, aber dennoch den Geschmack von Grillfleisch auf der Zunge haben möchte, der sollte zu den Beef-Burger-Chips von Marks & Spencer greifen.

Enttäuscht hat mich dagegen die Variante Fish & Chips. Sie schmeckten einfach nach Öl & Essig (von denen es ja auch inzwischen einige Chipssorten gibt). Ich weiß, was soll man bei dem Namen auch anderes erwarten, aber irgendwie hatte ich doch leise gehofft, dass den Machern etwas Originelleres eingefallen wäre. Irgendeine Zutat, die mich auch wirklich an Fish & Chips erinnert hätte. Schade, schade.