Kritik „The Big C“

Ich muss gestehen, es hat ein paar Folgen gedauert, bis ich „The Big C“ ins Herz geschlossen habe. Ich konnte zunächst nur sehr wenig mit dem Hauptcharakter Cathy anfangen. Besonders ihre Handlungen und Entscheidungen, die sie nach der Diagnose Hautkrebs fällt, konnte und wollte ich nicht so recht nachvollziehen. Mir ist es zum Beispiel sehr schwer gefallen, Verständnis dafür aufzubringen, dass sie ihrer Familie so lange nichts von ihrer Krankheit erzählt und dadurch die gesamte Situation nur noch schlimmer gemacht hat. Aber dann hat mich diese unnachahmliche Mischung der Serie, die das Thema Krebs nicht nur von der traurigen Seite beleuchtet, sondern auch immer wieder witzige Elemente miteinbaut, in ihren Bann gezogen. Klar, die herzergreifenden Szenen überwiegen/bleiben eher in Erinnerung, besonders die Staffelfinale, lassen einen nicht kalt. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer Dramaserien (und hier liegt die Betonung auf Drama) generell nichts abgewinnen kann, sollte „The Big C“ dann doch lieber meiden.

Innerhalb der Serie werden immer wieder Aspekte angesprochen, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Da wäre zum Beispiel der Moment, in dem Cathys chaotischer Bruder, der zeitweise aus freien Stücken auf der Straße lebt, überlegt, seine Niere zu spenden. Wenn er schon seiner Schwester nicht helfen könne, so wolle er doch wenigstens einem anderen Menschen helfen. Dies hat mich dazu bewogen, endlich meinen Organspendeausweis auszufüllen. Oder auch Cathys Abschiedsrede an ihre Schülerinnen und Schüler enthält das eine oder andere wahre Wort. Man sollte eigentlich nur das tun, was einem am Herzen liegt. Leider lässt sich das nicht immer umsetzen. Einziger Kritikpunkt an „The Big C“: Auf die etwas wirre und nicht ganz so gelunge 3. Staffel hätte ich verzichten können. Sie passt nicht so ganz in das Gesamtbild. Die 4. Staffel lässt den kleinen Durchhänger aber zum Glück schnell wieder vergessen.

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