Kritik: „The Returned“

Vor einiger Zeit ist auf WDR/Einsfestival die erste Staffel der französischen Serie „The Returned“ (Original: Les Revenants), die durch ihre verstörende Atmosphäre, die kühlen Bilder und den einzigartigen Soundtrack besticht, zu Ende gegangen. Das Staffelende hat mich mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen. Doch zu Beginn möchte ich kurz den Inhalt erzählen, falls jemandem die Serie nichts sagt (Vorsicht Spoiler):

Camille taucht eines Tages völlig unerwartet in einem französischen Bergdorf auf. Dies wäre nicht weiter ungewöhnlich, wenn sie nicht vor einigen Jahren bei einem Busunglück umgekommen wäre. Sie kann sich jedoch nicht daran erinnern, dass sie gestorben ist.  Camilles Eltern sowie ihre Zwillingsschwester Léna sind entsprechend geschockt über ihre Rückkehr und wissen nicht so genau, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Doch Camille ist nicht die Einzige, die aus dem Reich der Toten zurückkehrt (im Gegensatz zu „The Walking Dead“ nicht in Form von Zombies, sondern in Menschengestalt). Auch Simon, der kurz vor der Hochzeit mit Adèle stand, Madame Costa, deren genauen Todesumstände nicht bekannt sind, Serge, ein Serienkiller, und Victor, der als Kind während eines Einbruchs in sein Elternhaus erschossen wurde, sind plötzlich wieder da. Sie sind alle zu verschiedenen Zeiten gestorben. Jeder kommt in dem Alter wieder, in dem er sein Leben verloren hat. Es stellt sich die Frage, warum ausgerechnet diese Personen von den Toten auferstanden sind und warum. Beide Fragen werden in dieser Staffel jedoch nicht eindeutig geklärt.

Zwar wurde „The Returned“ bereits im Jahr 2012 gedreht, doch dieses Mal ist es nicht allzu tragisch, dass es so lange gedauert hat, bis die Serie im deutschen TV zu sehen war. Da die Schauspieler allesamt sehr beschäftigt waren/sind, wurde erst vor wenigen Monaten mit den Dreharbeiten zur zweiten Staffel begonnen. Demenstprechend ist die Wartezeit für uns nicht übermäßig lang, für die französischen Zuschauer hingegen schon. Ich bin gespannt, da ich hoffe, dass folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Was hat es mit den Narben auf sich? Sollen sie andeuten, dass die Rückkehrer sich langsam wieder dem Tod annähern? Stammt Lènas Narbe wirklich von einer Auseinandersetzung mit ihren Vater oder spielt auch in diesem Fall die Zwillingsverbundenheit eine wichtige Rolle?
  2. Hat sich Simon wirklich das Leben genommen? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ist.
  3. Wovor hatten die Tiere derartige Angst, dass sie freiwllig ins Wasser gegangen sind? Vor der Meute?
  4. Was hat es zu bedeuten, dass die Meute nicht auch die Auslieferung Serges‘ verlangt hat? Zählt er für sie nicht zu den Toten?
  5. Wie ist Madame Costa gestorben?
  6. Was hat es mit dem Absinken des Wasserspiegels und dem Bruch des Staudammes auf sich?
  7. Warum können die Bewohner nicht aus der Stadt fliehen?
  8. War Victor schon vor den anderen da? Wieso ist er so besonders?

Ihr seht, Fragen über Fragen…

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