Kritik: „Downton Abbey“

Mit Erschrecken musste ich im Internet lesen, dass die Einschaltquoten von „Downton Abbey“, das derzeit bei ZDF ausgestrahlt wird (samtags gegen 13.50) entgegen aller Erwartungen und Hoffnungen sehr gering ausfallen.  Völlig zu Unrecht! Die britische Adelsserie unterhält auf hohem Niveau, angefangen bei den Requisiten über die Kostüme hin zu den vortrefflich ausgewählten Schauspielern. Mag es daran liegen, das der Sendetermin ungünstig gewählt, die Serie zu wenig beworben oder Serienjunkies sie eh schon im Originalton gesehen haben? Ich weiß es nicht.

Im Mittelpunkt stehen die Familien Grantham und Crawley sowie deren Hausangestellte. Die Serie spielt in den 1910/20-er-Jahren. Neben reichlich Dramatik (drohender Bankrott, Ausbruch des 1. Weltkriegs, Todesfälle in der Familie) kommt die Komik nicht zu kurz. Es macht einfach Spaß mitanzusehen, wie mit Erstaunen und Argwohn auf elektrisches Licht reagiert oder die richtige Beantwortung eines Telefongesprächs geübt wird, britische Höflichkeit inklusive. Für Lacher sorgt vor allem Maggie Smith, die in ihrer Rolle als Dowager Countess of Grantham für den nötigen Sarkasmus sorgt. Oft reicht hierfür schon ein einziger Satz aus.

Weitaus mehr als die Geschichten der adligen Herrschaft interessieren die Probleme und Beziehungen der Angestellten. Bates und seine spätere Frau Anna habe ich wegen ihrer Herzlichkeit direkt ins Herz geschlossen. Auch wenn Thomas und O’Brien in den vergangenen Folgen die ein oder andere Gemeinheit ausgeheckt haben, war ich doch traurig, als mit Shiobhan Finneran nach der 3. Staffel die Figur O‘ Brien verschwand. Schließlich sind Serien, in denen nur Friede-Freude-Eierkuchen herrrscht langweilig, oder? Zum Glück ist uns Thomas erhalten geblieben…

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Ein Gedanke zu “Kritik: „Downton Abbey“

  1. Der Sendeplatz bricht leider wirklich jeder Serie das Genick. Und Downton Abbey ist ja etwas, was durchaus auch älteren Zuschauern gefallen könnte. Warum sowas dann nicht ins Abendprogramm wandert, ist mir ein Rätsel…

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